Nachgefragt bei Jungdesignerin Oksana Kovalenko

Die Kollektion wurde bei der großen SHOW ME 2017 in Düsseldorf präsentiert, das Semester ist bestanden und Oksana ist super stolz – und jetzt? Welche Aufgaben und Herausforderungen muss die Jungdesignerin dieses Jahr meistern? Und welche Ziele hat sie sich für dieses Jahr gesetzt? 

Fakt ist: An Oksana kommt dieses Jahr keiner vorbei, schon mit ihrer ersten Kollektion konnte sie begeistern und deshalb wollte ich euch unbedingt die Newcomerin vorstellen.

Inna: Oksana, du hast dieses Jahr deine erste Kollektion auf der SHOW ME 2017 in Düsseldorf präsentiert. Wie war das für dich?

Oksana: Ja das stimmt. Ich habe mich riesig gefreut, dass meine Kollektion auf der SHOW ME 2017 laufen durfte. Ich war super aufgeregt und nervös als der große Tag immer näher kam. Kurz vor der Show lagen natürlich meine Nerven blank und ich habe einfach nur gehofft, dass alles gut läuft. Als ich dann meine Kollektion auf dem Laufsteg gesehen habe, war ich super stolz.

Inna: Woher kommt deine Liebe zur Mode? Und woher nimmst du die Inspiration für deine Designs?

Oksana: Ich glaube schon seit dem ich klein war. Damals eher unbewusst, aber ich habe schon früh angefangen zu malen. Meine allerersten Entwürfe zum Beispiel habe ich schon mit 11 Jahren gezeichnet. Diese wurden sogar gefertigt. Ich mochte als junges Mädchen schon immer super ausgefallene Sachen, die sonst keiner hat. Also nichts Normales, nichts Einfaches. Als Teenager habe ich meine Kleidung selbst entworfen, ich wollte einfach anders sein.

Inna: Deine Kollektion ist ja schon sehr futuristisch, steckt dahinter vielleicht eine besondere Message?

Oksana: Ja, meine Kollektion ist etwas Avantgarde. Ich habe versucht die Trägerin modern und futuristisch zu kleiden, dennoch sollte sie aber ihre Eleganz nicht verlieren. Ich kombiniere Gegensätze in meinen Designs, von denen man annimmt, sie würden nicht wirklich zusammen passen. In dem Fall eben Avantgarde und Eleganz.

Inna: Welches ist dein Lieblings Look?

Oksana: Ich hab keinen bestimmten Lieblings Look. Ich betrachte meine Designs jedes Mal mit „neuen Augen“. Es hängt davon ab wie ich mich fühle. Aber ich mag es gerne wenn die Weiblichkeit trotz Kreativität im Vordergrund steht.

Inna: Deine Kollektion zeichnet sich durch extravagante Stoffe aus. Du hast Samt und Lack verarbeitet und dazu eine besondere Technik kombiniert – wie kommst du auf so eine Verarbeitung?

Oksana:  Wie ich schon sagte ich kombiniere gerne Dinge, die nicht recht zusammen gehören. Samt und Lack, zwei Stoffe die unterschiedlicher nicht sein können. Alt und neu oder hell und dunkel. Weiß ist ja eigentlich keine „echte“ Farbe, aber es bringt eine gewisse Frische und Leichtigkeit in das Design. Das Smaragd hingegen ist sehr intensiv und ein super schöner warmer Farbton. Ich habe lange Zeit mit den Stoffen gearbeitet und immer wieder neue Techniken ausprobiert. Ich wollte den Stoff so verformen, das er wie ein Windsturm aussieht.

Inna: Die Designs betonen besonders ein weibliche Figur?

Oksana: Absolut, meine Designs betonen besonders die Silhouette. Ich denke auch in Zukunft wird das Thema Frauen und Rechte eine große Rolle spielen.

Inna: Wen würdest du am liebsten einmal in deinen Designs sehen? Gibt es da vielleicht einen bekannte Schauspielerin oder Sängerin?

Oksana: Es gibt mehrere Frauen, die ich bewundere: Milla Jovovich, Nicole Kidman, Salma Hayek.

Inna: Ich kann mir gut vorstellen, das diese Frauen deine Kleider in Zukunft tragen werden.

Was sind deine Pläne für dieses Jahr?

Oksana: Die pläne für dieses Jahr bleiben nach wie vor unveränderlich. Lernen und arbeiten und die Kollektion für die nächste Saison designen. Ich bin sehr zielstrebig und freue mich natürlich immer gerne auf neue Herausforderungen.

Zum Schluss einer Fashion Show kommt der Designer auf den Laufsteg. Auch Oksana betritt stolz nach ihrer Kollektionen den Laufsteg und winkt ins Publikum. Ich bin gespannt, womit uns Oksana dieses Jahr überraschen wird und wünsche ihr für die nächsten Aufgaben viel Erfolg.