Durch dick und dünn…

Wir alle haben sie, und doch werden sie immer wieder zum Beauty-Thema Nummer 1:
Ganz richtig, es geht um unsere Augenbrauen. 

Schon lange dienen die kleinen Haarbüschel nicht mehr nur zum bloßen Schutz für die Augen – sie sind ein wahres Statement geworden. Ein Statement, welches umso plakativer wird, wenn es sich zufälligerweise mitten im Gesicht befindet.

Eine Zeitreise durch die Geschichte der Augenbrauen

Doch woher kommt diese Begeisterung für unsere Augenbrauen? Auch wenn es manch einer verdrängt haben mag: Statement – Brows wurden nicht von Cara Delevigne erfunden. Wenn wir einmal das 20. Jahrhundert Revue passieren lassen, treten Trends zum Vorschein, die sich innerhalb von einem Jahrzehnt um 180 Grad drehen konnten. Auslöser dafür war zum einen das körperliche Schönheitsideal für Frauen als auch die angesagten Modetrends.

So galt es in den 20er Jahren als extrem modisch, sich die Augenbrauen zu einem dünnen Streifen zu zupfen und diesen mit einem Stift nachzudunkeln. Oft wurden die Brauen dabei noch in Richtung der Schläfen verlängert und ab den 30er Jahren geschwungen nach oben gezeichnet. Im starken Kontrast dazu standen die 1940er, in denen die Augenbrauen natürlicher und buschiger getragen wurden. Als nach dem Krieg Christian Diors „New Look“ mit seiner eleganten und weiblichen Silhouette Anfang der 50er Jahre in aller Munde war, galten volle, leicht geschwungene Brauen als erstrebenswert, um den Look zu komplettieren.

Spulen wir vor zu den 1960er Jahren. Das puppenhafte und gleichzeitig androgyne Schönheitsideal verkörpert von Model und Modeikone Twiggy, spie- gelte sich natürlich auch im Styling der Augenbrauen wieder. Um die stark geschminkten Augen zu unterstreichen, wurden die Brauen so voll wie möglich dargestellt und häufig zusätzlich überzeichnet, ein Trick auf denen vor allem diejenigen zurückgriffen, die von Natur aus nicht mit vollen Augenbrauen gesegnet waren.

In den nächsten Jahren wurde es eher ruhig um die Augenbraue und das Styling blieb natürlich, bis Anfang der 90er Jahre plötzlich wieder dünn gezupfte, an die 20er Jahre angelehnte Brauen zu dem Trend schlechthin wurden. Bis in den späten 2000 ern (endlich!) auf einmal Schluss war mit Zupfen und nachzeichnen.

Denn vor nicht allzu langer Zeit wurde die ultradünne Braue von ihrem größten Konkurrenten, der „Power Brow“ abgelöst.

Cara Delevingne hat mit ihren wildgewachsenen und ungezupften Augenbrauen nicht nur einen Trend gesetzt, sondern eine ganze Welle in Bewegung gesetzt, die unsere Brauenform stark beeinflusst. Es steht hierbei vor allem die Betonung der natürlichen Braue im Vordergrund. Weshalb auch das sogenannte Microblading, das typische Tätowieren von Augenbrauen ablöst, da es die Brauen voller wirken lässt aber dennoch durch einzelne gezeichnete Härchen sehr natürlich wirkt.

Und was ist der neueste Augenbrauentrend?

Vorab sei gesagt, um ihn nachzustylen erfordert es definitiv Mut. Wir sprechen nämlich von nichts anderem als den „Feather Brows“, welche aktuell die Laufstege unsicher machen. Dabei werden die Brauen in der Mitte geteilt und jeweils nach unten und oben gebürstet. Ein Statement ist das auf jeden Fall!

Könnt ihr euch vorstellen den neuen Look zu tragen?