Hast du schon den „SLOPPY JOE“ Zuhause?

In den 40er Jahren haben Frauen ihren Strickpullover geliebt und ihm einen Namen gegeben. Wahrscheinlich hat jeder von euch den „Sloppy Joe“ zuhause.

Zu jener Zeit wurde der sogenannte „Sloppy Joe“ hauptsächlich von jungen Frauen getragen. Kombiniert wurde er gerne mit Röcken, aber auch die Kombination mit Hosen sah man immer öfter, nachdem diese bei Frauen und Mädchen in der Gesellschaft akzeptiert worden sind. Der Strickpul- lover wurde dermaßen populär und die Menschen machten einen riesigen Hype um ihn.

„Aus nichts das Beste machen“

so hieß damals das Motto und dies haben die modebewussten Frauen asap umgesetzt. Frauen wollten nicht mehr spießig und streng wirken. Trotz des zweiten Weltkriegs blieben sie stilsicher und strebten ständig nach etwas Neuem.

Mit dem Sloppy Joe fanden Mädchen etwas Cooles und Sportliches für sich, auch wenn sie es in Kombination mit einem karierten, „langweiligen“ Rock trugen. Es gab ihn in verschiedenen Variationen, Farben und Materialien. Luxusstoffe waren nach dem Weltkrieg verboten und so wurde die US – amerikanische Neuerfindung „die Kunstfaser“ modern.

Sloppy Joe und seine lange Vergangenheit

Je nach Strick variierten die Entwürfe und Webmuster. Ein flacher, schmaler Strick wurde beispielsweise für leichte Pullover verwendet, während man für Winterpullis einen schweren „Shaker“ Strick nahm. Ab diesem Jahrzehnt gehörte dieses Kleidungsstück zu jedem klassischen Kleiderschrank dazu. Den „Sloppy Joe“ gab es in allen Farben und ganz beliebt waren bunte Töne wie Gelb, Blau und Rot. Im Frühjahr waren Pastelltöne angesagt.

Nein, der „Sloppy Joe“ gehört nicht der Vergangenheit an. Er ist das „Basic“-Stück des Kleiderschranks und bleibt es wahrscheinlich für immer, ob bei Mann oder Frau. Bis heute wird er gerne zusammen mit Jeans, Kleidern und Röcken getragen. Durch den schlichten Schnitt fällt es einem nicht schwer verschiedene Looks zu kreieren.

Der einzige Unterschied liegt darin, dass der Pullover nicht mehr so streng zugeknöpft getragen werden muss, die Schultern oder der Bauch leicht zu sehen sein können und die Jeans den geliebten „used- Look“ der 2000er aufweist.

Egal wie man den „Sloppy Joe“ trägt, er kommt niemals aus dem Trend. 

 

Geschrieben von Jessica Walter, Sarah Moussaoui und Tatjana Schmidt