Weekday ist eins unserer Lieblingslabels

Bei einer Sache können wir uns wohl alle einig sein: Wenn es um Mode geht, liegt Skandinavien ganz weit vorne. Keine Ausnahme bildet hier das 2002 in Göteborg gegründete Modelabel Weekday, welches sich für seine schlichten und modernen Designs bereits einen Namen gemacht hat.

Cleane Schnitte und Basics mit einem gewissen Twist bilden eine faszinierende Dynamik von maskulin und feminin, eine Mischung die mittlerweile in keinem Kleiderschrank mehr fehlen darf. Stylische Designerware zu einem fairen Preis – Ein Erfolgskonzept, das ganz offensichtlich aufgeht.

Allem Erfolg zum Trotz hat Weekday nie aufgehört, sich selbst neu zu erfinden. Eine Strategie die sich seit Mitte 2014 besonders bezahlt gemacht hat: Durch die Übernahme von Louise Lasson als Kreativdirektorin gelang dem Label ein wahres Upgrade von einer jungen Marke mit einem eher düsteren, sportlich-urbanen Look hin zu einem international orientierten High-Street Label, welches ausdrucksstarke Designs zum Besten gibt.

Da ihre Großmutter in den 1930er Jahren in einer Textilfabrik arbeitete, hatte Lasson bereits als Kind die Chance, mit den übrig gebliebenen Stoffen zu experimentieren und ihre eigene Kleidung zu nähen. Ihre Leidenschaft führte sie als Teenager weiter, indem sie am Beckmans College of Design in Stockholm studierte und somit den Grundstein für ihre spätere Karriere legte.

Nun fragt man sich wahrscheinlich: Woher kommen die Ideen für neue, innovative Designs?

Für Louise Lasson kann Inspiration überall lauern, vor allem Emotionen und Gefühle sowie unerwartete Momente und Konversationen scheinen für sie eine Rolle zu spielen.

Keine Ideenquelle ist der Schwedin zu abstrakt, neue Umgebungen und Bekanntschaften bieten ihr eine wahre Quelle an Energie, weshalb für Lasson der Aspekt des Reisens zunehmend an Wichtigkeit gewann. So wurde zum Beispiel ihre erste Kollektion 2014 von einem Trip durch die Wüste inspiriert, wodurch sich die lässigen Vibes und luftigen Schnitte der daraus entstandenen Spring/Summer Kollektion erklären ließen.

Text von Johanna Geike und Alina Lorenz
Fotos via Instagram