In der Psychiatrie Kunst schaffen…

Yayoi Kusama zählt zu den einflussreichsten Künstlerinnen der Welt. Bekannt ist ihre Kunst für ihre ikonischen Punkte, Netze, surrealistische Kürbisse und unendliche Räumlichkeiten.


Die 88-Jährige Künstlerin wurde 1929 in Matsumoto City geboren und studierte Malerei in Kyoto, bevor sie in den späten 1950er Jahren nach New York zog. Bereits in der Mitte der 60er Jahre hat sich Yayoi Kusama in der Kunstwelt einen Namen gemacht und war für ihre avantgardistischen und provokanten Werke bekannt. Seitdem folgen ihr Millionen Besucher in die Museen, um ihre Malerei, Collagen, Skulpturen, Grafiken und Installationen zu besichtigen.

Die herausragende Eigenschaft ihrer Kunstwerke ist das komplizierte Einsetzten von Farben, Mustern und Formen. Yayoi Kusama spielt auch mit räumlichen Täuschungen und zeigt uns damit ihre Sicht auf die Welt.

Seit ihrer Kindheit leidet Kusama an Halluzinationen und Angstzuständen. Ihre persönliche Wahrnehmung und ihre Visionen sind die Quellen ihrer Inspiration.

No. 28

No. 28 ist das teuerste Kunstwerk, der Künstlerin das für über 7 Millionen Dollar verkauft wurde. Es ist ein weißes Gemälde mit unendlich vielen Punkten.

Ein weiteres wichtiges Motiv von Kusama ist der Kürbis. In ihren Ausstellungen trifft man auf  Kürbisse, die zum Teil in surrealen Formen auftauchen. Die übergroßen Kürbisse wirken unheimlich und zeigen dem Betrachter eine neue Sicht auf alltägliche Gegenstände.

Sie selbst lebt seit über 40 Jahren, auf eigenem Wunsch in einer Psychiatrie in Tokio und schafft von dort aus diese Kunstwerke, die wie Halluzinationen wirken.

Yayoi Kusama und Louis Vuitton

Sogar die Luxusmarke Louis Vuitton ist von der Künstlerin beeindruckt und startete 2012 mit Kusama eine Zusammenarbeit. Damals war noch Marc Jacobs der Chefdesigner.

„Life is a heart of rainbow“

In den letzten Jahren wurde weltweit ihre Kunst ausgestellt. Auch 2017 gab es eine Ausstellung in der National Gallery in Singapore: Life is a heart of rainbow!