So wird dein Fashion Film zum Knaller

Ein richtig guter Fashion Film wird deine Kollektion für die Zuschauen greifbar machen und sie zum Kauf animieren. Doch mit einem x-beliebigen Model, einem willkürlichen Make Up, einer Digitalkamera und ein bisschen Chichi ist es längst nicht getan! 

Zum Modedesign gehört neben dem Kreieren und Produzieren von Kleidung natürlich auch eine ideale Vermarktung. Neben wunderschönen Aufnahmen, die der ein oder andere wohlmöglich auch in Magazinen zur Schau stellt, bedarf es auch einer emotionalen, realen Aussage: Einem Fashion Film. Aber worauf ist zu achten? Wir zeigen es euch!

Was möchte ich eigentlich vermitteln?

Ganz egal wie viele Outfits deine Kollektion beinhaltet, wichtig ist, dass du dir vorab genau überlegst, was deine Looks für eine Aussage haben. Ist es eine sportliche Kollektion? Überlege dir ein frisches, dynamisches Konzept. Ist es eine elegante Abendmode? Dann achte gezielt auf ein glamouröses Set und Styling.

Kollektion: Sarah Moussaoui | © Michelle Zillekens

Die richtige Vorbereitung

Bist du dir deiner Kollektionsaussage, Zielgruppe und Konzept im klaren, dann suche dir das ideale Model und ein kreatives Team, das dir bei deiner Umsetzung hilft. Erstelle hierfür Moodboards für Haare und Make Up, Styling, Setaufbau, Posing und alles andere, das dir wichtig ist. So wirst du dein Team perfekt vorbereiten und ihr könnt vor Ort sofort starten.

Kollektion: Mai Nguyen | © Julian Kuhnke

Alles nach Plan

Die Location ist das A und O. Grundsätzlich ist eine schlichte Studioaufnahme für detailreiche Kollektionen von Vorteil. Hierbei wird die Kleidung vollkommen durchleuchtet und nichts wird von deiner Kollektion ablenken. Manchmal kann aber auch eine interessante Inszenierung im Wald oder in einem verwunschenen Garten besonders gut wirken. Für bestickte Abendmode beispielsweise kann auch ein riesiger Saal oder ein Setaufbau in einem alten Schloss das Thema abrunden. Dennoch gilt, achte darauf, dass der Film nicht zu viel von der Umgebung preis gibt, schließlich soll es ein Fashion- und kein Lifestyle-Film werden.

Kollektion: Yun Haeseo | © Julia Meya

In der Kürze liegt die Würze

Dein Fashion Film sollte zwischen 20 und 60 Sekunden lang sein. Vermittle dem Publikum die Emotionen, die deine Kollektion beabsichtigt. Hast du ein düsteres, avantgardistisches Outfit, dann stelle alles in ein mystisches Licht. Hast du aber eine Hochzeitskollektion kreiert, so kannst du durchaus auch viele Details deiner Kleider präsentieren und fröhliche, verträumte Emotionen übermitteln. Wichtig ist: Du musst nicht alle Looks zeigen! Suche dir die aussagekräftigste Kreation aus und arbeite das aus, das Fremden ein besonderes Tragegefühl, eine spezielle Situation oder eine hochwertige Qualität und Verarbeitung nachempfinden lässt, denn schließlich kaufen wir Kleidung oftmals auch aus psychischen Gründen.

Tipp: Schaut euch hierzu vielleicht auch einmal die Videos von den großen Designern an und versucht zu verstehen, was sie euch mitteilen und warum genau dieses Set ausgewählt wurde. Besonders bei Parfums werdet ihr feststellen, dass besondere Situationen und Gesichtsausdrücke aufgenommen werden.

Kollektion: Tatjana Schmidt | © Jim Doe

Den richtigen Ton angeben

Zuletzt ist die Musikauswahl ausschlaggebend: Zu einer Rock ’n‘ Roll Kollektion passt nunmal kein Mozart – Das wissen wir. Sucht deshalb vorab intensiv nach einer geeigneten Musik und achtet dabei vor allem auf die Nutzungsrechte! Ist die Auswahl fix, dann nimm diese doch auch mit an das Set, um alle in die richtige Stimmung zu versetzen. So läuft bei eurem nächsten Videodreh garantiert nichts mehr schief!

Beitragsfoto: Kollektion: Sina Dillenberger | © Jennifer Fischer