So zeigst du deinen Selbstzweifeln die kalte Schulter

Talent ist eine Gabe, aber wie setzt man diese richtig ein? Selbstzweifel gehören der Vergangenheit an, sofern du diese Tipps befolgst!

Kennst du diese Situation? Du sitzt vor einem weißen Blatt, einem reinen Stoff, einem leeren Bildschirm und weißt einfach nicht, wie du starten sollst? Du hast Angst es kaputt zu machen oder zweifelst sogar daran, ob du überhaupt fähig bist, es richtig zu machen? Aber was ist schon richtig?

© Brandi Redd

Es gibt niemals eine Garantie

Niemand kann dir versprechen, dass alles auf anhieb klappt. Auch wenn du gedanklich schon die perfekte Idee hast, alles 100 % geplant hast, alle gewünschten Materialien gekauft hast, heißt es noch lange nicht, dass das Endergebnis exakt so wird, wie du es dir wünschst. Aber das ist auch gut so! Warum? Wenn du von Anfang an schon alles weißt, wo ist dann das Experimentelle? Wo wirst du erfinderisch? Spontan? Frei? Der künstlerische Prozess ist sehr wichtig! Oftmals entstehen die aufregendsten Ideen, während du deinen Stoff drapierst und vermeintlich Fehler begehst. Aber wer weiß, vielleicht gefällt es dir nach diesem „Fehler“ umso besser und du siehst in deiner Schwäche eine Stärke. Es geht nicht darum ein Kopfmensch zu sein, du musst auch improvisieren können, lebendig werden und dich deiner Herausforderung stellen! Am Besten gehst du an deine Arbeit mit einer großen Portion Neugierde und lässt dich am Ende überraschen. Natürlich brauchst du einen roten Faden, aber sei nicht zu verbissen! Es ist ein sehr schöner, spannender Prozess, der dein Ergebnis einzigartig macht!

© Kelli Tungay

Gib zu, dass du nicht alleine bist

Wenn du an dir selber zweifelst, beginnst du damit, dich mit anderen Menschen zu vergleichen. Sind sie klüger, schöner, talentierter, erfolgreicher? Du denkst, du hast keine Chance genauso oder gar besser zu sein? Was uns am Meisten begeistert ist die Tatsache, dass diese Menschen nicht an sich selber zweifeln. Sie sind selbstbewusst! Aber glaubst du nicht auch, dass auch sie manchmal selber reflektieren und sich fragen, ob jemand wie du es besser kann? Natürlich. Das ist menschlich und auch gut so. Wir müssen alle immer wieder aufblicken können. Es ist kein Meister vom Himmel gefallen und jeder hat seine ganz eigene Art zu Kreieren. Suche dir Menschen, auf die du aufblickst, die dich fördern und die dir zeigen, wie du es besser machen kannst und es natürlich auch schaffst! Sei bereit dich zu verbessern und sei genauso bereit, Kritik anzunehmen und diese nicht als einen Angriff zu verstehen. Sei einfach die beste Version deiner selbst und stehe hinter dem, was du machst. Denn irgendwo wird auch jemand sein, der dich beneidet oder der dich bewundert. Ganz bestimmt! Es ist ein ewiger Kreislauf. Also habt keine Angst vor Fehlern oder Versagen. Wir alle gehen durch Hochs und Tiefs.

© Kaizen Nguyen

Erlaube dir Fehler zu machen

Sei offen! Natürlich kannst du dir Grenzen und Fristen setzen und streng zu dir sein, aber erlaube dir auch Fehler zu begehen. Somit nimmst du dir deine eigene Angst bereits von Anfang an. Bereits erfolgreiche Maler haben uns gelehrt, dass wenn du die erste Seite eines Bildes verhaust, dreh sich einfach um und starte von vorne. Ihr könnt immer alles korrigieren und verbessern. Schließlich hat es auch bei manchen Gemälden über Jahre gedauert, bis sie perfekt waren. In kleinen Schritten ans Ziel!

© Karly Santiago

Vergiss nie wofür du arbeitest

Deine Motivation liegt am Boden? Du hast einfach nicht mehr die Kraft weiter zu machen? Dann höre sofort auf und schmeiß alles hin! Nein, natürlich nicht!!! Aber eine kleine Pause sei dir gegönnt. Geh raus, schnappe frische Luft und schalte für kurze Zeit mal den Kopf aus. Danach solltest du dir selber vor Augen führen, wofür du eigentlich arbeitest. Ist es der große Traum ein erfolgreicher Designer zu werden? Oder vielleicht ein Award, für den du ein Design kreierst? Möchtest du gewinnen? Oder ist es einfach das kleine Ziel, das Semester bestmöglich zu bestehen, damit du am Ende super stolz auf dich sein kannst? Egal, was deine Motivation ist, erinnere dich selber immer wieder daran. Tag für Tag! Der Weg ist nicht immer leicht, aber aufgeben war noch nie etwas, was dich voran bringt. Es ist auch völlig egal, ob es eine Hausarbeit ist oder ein bezahltes Projekt. Den kreativen Prozess solltest du unbedingt genießen, denn das Endergebnis wird dir ein riesiges Lächeln ins Gesicht zaubern. Und sind wir ehrlich: Haben wir nicht schon so einige Hürden auf uns genommen, geweint, gezweifelt, geschrien… Und am Ende über uns selber gelacht?

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