So erstellst du deinen eigenen roten Faden

Du hast eine Idee im Kopf, weißt aber nicht, wie du sie übermitteln kannst? Dann wird es Zeit für ein professionelles Moodboard!

Kennst du das? Du hast eine gewisse Vorstellung im Kopf und möchtest sie jemandem erklären und zurück kommt nur: „Keine Ahnung! Muss ich live sehen!“ Genervt verdrehen wir die Augen und fragen uns, wie wir das Problem nun lösen können. Wir hätten da eine Idee:

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Egal ob privat oder im Beruf, ein Moodboard hilft dir weiter, Ideen festzuhalten, auszuarbeiten und zu einer Einheit zusammenzufügen. Im Bereich Design, Film, Fotografie, Inneneinrichtung und vieles mehr sind sie gang und gäbe. Sie sollen für den Kunden oder, im Falle eines Studenten, dem Dozenten eine klare Vorstellung übermitteln und deutlich zeigen, was man geplant hat. So kann derjenige gegenüber gut abschätzen, ob eine Idee zu seiner eigenen Vision oder Aufgabe passt oder nicht.

Kennen wir die Situation nicht alle? Man fertigt ein Design und geht frustriert wieder nach Hause, weil es dem Prüfer nicht gefällt? Um das zu vermeiden, solltest du immer zuvor all deine Ideen in bestmöglicher Form zusammenstellen!

Wir zeigen dir wie:

© Speranza Desortes

Schritt 1

Vielleicht hast du bereits irgendwo einen ersten Anhaltspunkt aufgeschnappt, sei es durch einen spontanen Zufall beim Shoppen im Urlaub oder morgens ein Blitzgedanke unter der Dusche: Den ersten Eindruck solltest du definitiv festhalten und ausführen. Überlege dir zunächst was die Rahmenbedingungen sind. Was ist die Zielgruppe? Welchen Bereich möchte ich abdecken und welche strikten Vorgaben habe ich zu befolgen. Suche Dir entsprechend deines Klientel Musen aus und veranschauliche alles auf einer Pinnwand, Plakat, im Prozessbuch oder digital. Jeder arbeitet anders, also finde die für dich beste Möglichkeit, Dinge zu präsentieren und auszuarbeiten.

© Eva Heugenhauser

Schritt 2

Recherchiere zu deinem Oberthema. Lass dich im Internet oder in Büchern und Magazinen inspirieren, speichere alles, was zu deiner Idee passt ab, mache selber Fotos oder zeichne eventuell Details per Hand auf ein Blatt Papier, um dich nicht vom Rest ablenken zu lassen. Natürlich kannst du auch selber Gebäude oder ähnliches fotografieren und ausschließlich deine eigenen Ressourcen verwenden. Aber wer weiß, vielleicht triffst du bei deiner Recherche auch auf Dinge, die du nicht erwartet hättest und die dir in dem Zusammenhang ganz neue Denkanstöße geben. Auch sehr praktisch ist die Erstellung einer Mindmap.

© Anaïs Engeler

Schritt 3

Details sind das A und O. Was für dich selbstverständlich ist, ist für andere vielleicht ein großes Rätsel. Fasse daher alle nötigen Details zusammen und mache die gesamte Vision für die Person gegenüber greifbar.

© Ann-Cathrin Flegler

Schritt 4

Wenn es zum Zusammenfügen von Ideen kommt, solltest du definitiv schematisch vorgehen. Nichts ist schlimmer, als ein Haufen voll Bilder, die einen lediglich überfordern. Suche dir daher die wichtigsten Elemente aus, bringe sie mit den essentiellen Details zusammen und füge dann das Nötigste hinzu. Du musst keine 150 Fotos zeigen, um zu verdeutlichen, was du meinst. Eine Farbplatte mit einigen architektonischen Elementen und Stimmungen können bereits schon ausreichen. Schreibe dir daher eventuell vorab auf, was deine wichtigsten Standpunkte sind und schaue am Ende nach, ob du hinter jedem Aspekt einen Haken setzen kannst. Natürlich kannst du auch mehrere Moodboards anlegen. Zum Design gehört natürlich auch immer ein anschließendes Shooting dazu. Du kannst also daher statt einer großen verwirrenden Collage eine Unterteilung machen. So weiß jeder, was zu welchem Oberbereich gehört und kann deine Idee systematisch nachvollziehen.

© Eva Heugenhauser

Schritt 5

Kontrolliere dich selber. Reflektiere noch einmal genau, wofür du arbeitest, was dein Ziel ist und welche Anforderungen an dich gegeben sind. Erfüllst du sie alle mit diesem Konzept? Wenn ja, mache bei Schritt 6 weiter. Wenn nein, entferne alles, was dein Gesamtbild aus der Bahn wirft und konzentriere dich auf das Wesentliche. Doch vergiss nicht: Sei dabei immer innovativ. Es gibt genügend Konkurrenz, die deinen Posten schneller einnimmt, als dir lieb ist.

© Laura Marterer

Schritt 6

Solltest du Bedenken haben, dass vor lauter Aufregung deine Gedanken machen was sie wollen, dann kannst du für deine Präsentation auch ein Begleitschreiben erstellen. So kannst du explizit mithilfe deiner Bilder und Zeichnungen alles Notwendige detailliert auflisten und so wird auch sicherlich kein wichtiger Aspekt in einem möglichen Blackout verloren gehen.

Beitragsfoto: © Ann-Cathrin Flegler