Heute London, morgen Paris – Das aufregende Praktikum von Melina Jusczyk

Quer durch die Welt mit unserer Jungdesignerin Melina Jusczyk!

Wenn die Eltern Raumausstatter sind, liegt es nahe, dass die Kinder ein besonderes Gespür für Farben, Formen und Trends bekommen. Es überrascht uns also nicht, dass die kreative Tochter, Melina Jusczyk, sich für ein Studium im Bereich Fashion Design entschieden hat. Seit Jahren geht sie ihrer Leidenschaft nach und nun ist sie doch tatsächlich für ein Praktikum nach London gereist. Was sie dort erlebt hat und wie ihre zukünftigen Pläne aussehen, verrät sie uns in einem privaten Gespräch:

Wie der Zufall entschied …

Inna: Liebe Melina, du warst für vier Monate im wunderschönen London. Bei dem Modeunternehmen palmer//harding hast du ein Praktikum im Design absolviert. Warum hast du dich speziell für dieses Label entschieden?

Melina: Eigentlich kannte ich das Label gar nicht, bis ich ihre Anzeige auf fashionjobs.uk sah und mich daraufhin auf der Website bewarb. Als ich dann aber ein paar Tage später mein Skype Interview mit palmer//harding führte, bei dem ich mich super wohl fühlte und erfuhr, was für ein kleines und familiäres Unternehmen sie sind, war mir klar, dass es das richtige Praktikum für mich ist. Erst vor Ort merkte ich dann wie schön und modern die Kollektionen von palmer//harding sind und dass eine Bluse viel mehr kann als man denkt.

Inna: Was hast du dir vor Antritt deines Praktikums erhofft und haben sich deine Wünsche mit der Zeit erfüllt?

Melina: Da ich einen Tag nach meinem Interview erfuhr, dass ich 5 Tage später mit dem Praktikum beginnen sollte, hatte ich gar keine Zeit mir viel zu erhoffen. Natürlich wollte ich viel lernen, insbesondere wie ein richtiger und erfolgreicher Designer seine Kollektionen entwirft, wo seine Inspirationen herkommen und wie so ein Prozess genau aussieht. Da ich durch das kleine Team so gut wie jeden Schritt mitbekommen konnte und ganz nah mit den Designern zusammen gearbeitet habe, haben sich meine Erwartungen erfüllt und wurden denke ich sogar übertroffen.

Kreativität liegt in ihren Genen

Inna: Wie wir sehen, hast du sehr viele schöne Momente mit dem Team des Ateliers gehabt. In der Modewelt ist es ganz normal, dass man flexible und vor allem lange Arbeitstage hat. Erzähl doch mal, wie sah ein typischer Tag bei palmer//harding aus?

Melina: Ich hatte das Glück, dass meine Arbeitstage nie wirklich lang waren. Natürlich mussten wir mal etwas länger bleiben und grundsätzlich an Feiertagen arbeiten, aber dann bekamen wir auch ein Dankeschön in Form von einem leckeren Essen oder einem Drink. Ein typischer Tag begann um 10 Uhr. Meine Aufgaben waren dann entweder das Zuschneiden von Stoffen, Drapieren, Research, Probeteile nähen und ab und zu wurde ich durch London geschickt um spezielle Garne oder Reißverschlüsse zu besorgen. Wir haben alle in einem Raum gearbeitet, welcher das Wohnzimmer von meinen Chefs ist, hörten Musik und machten viele Witze (Anfangs vor allem über mich, ich war halt die Neue), weshalb die Stimmung immer gut und lustig war und ich das Team sehr persönlich kennenlernen konnte. Um 13 Uhr haben wir dann alle zusammen an einem großen Tisch gegessen, bis wir dann bis 18 Uhr weiter machten. Freitags war unser Lieblingstag weil es um 16 Uhr immer „Friday Drinks“ hieß. Es war natürlich oft stressig aber ich muss sagen dass ich wirklich sehr viel Spaß und eine tolle Zeit hatte.

Inna: Was war der aufregendste Moment in der Zeit bei palmer//harding?

Melina: Das ist schwer zu sagen, es war immer ein tolles Gefühl gelobt zu werden, oder wenn meine eigenen Ideen für die Kollektion übernommen wurden. Besonders aufregend war aber die Tatsache, dass die andere Praktikantin und ich für den Showroom mit nach Paris fahren durften und dort 5 tolle Tage mit dem Team hatten. Interessant waren aber auch die Shootings mit internationalen Models und einer Menge Leute, die sich um alles kümmerten.

Offen für neue Herausforderungen

Inna: In der gesamten Zeit warst du hauptsächlich in London, aber auch für einige Tage in Paris tätig. Kannst du dir vorstellen in einer dieser Städte Fuß zu fassen? Wie sehen deine zukünftigen Pläne aus?

Melina: Das mit den Plänen ist eine gute Frage. Beide Städte sind toll, vor allem London hat es mir angetan, weil ich die Stadt mit der Zeit sehr gut kennengelernt und auch tolle Freunde gefunden habe. Ich könnte mir vorstellen nochmal für einige Zeit in eine der Städte zu ziehen um ein weiteres Praktikum zu machen, aber um für immer wegzugehen hält mich hier glaube ich zu viel. Aber zum Glück ist London ja nicht weit weg! Seitdem das Praktikum vorbei ist, bin ich auch schon zweimal zurückgeflogen.

Inna: Derzeit arbeitest du an deiner Abschlusskollektion. Verrätst du uns eventuell bereits jetzt, worauf wir uns freuen dürfen?

Melina: Es wird bunt, asymmetrisch und symmetrisch. Lasst euch überraschen ?

Inna: Liebe Melina, ich gratuliere dir zu deinen tollen Erfahrungen im Praktikum. Es ist immer eine aufregende Zeit, in der man zwar extrem viel leisten muss, aber genauso viel Anerkennung und Wertschätzung bekommt! Ich bin gespannt, womit du uns noch überraschen wirst und wünsche dir, dass der Zufall dir noch weitere tolle Optionen ermöglicht, wie diese in London! Viel Erfolg!

Fotos: © Melina Jusczyk | Beitragsfoto: © palmer//harding