Tausendundeine Idee – Die schönsten Moods unserer Jungdesigner

Die nächste Semesteraufgabe steht bevor und du schlägst dir schon jetzt die Hände über den Kopf zusammen? Wie soll man bloß all die vielen Ideen bündeln? 

Jeder Künstler arbeitet auf seine ganz eigene Art und Weise. Der Eine zeichnet unendlich viele Skizzen, der Nächste hält seine Inspirationen fotografisch fest oder bearbeitet seine Ideen am Computer. Du bist noch ein bisschen planlos und weißt nicht so ganz, wie du deine ganzen Eindrücke attraktiv zusammenbringen kannst?

Wir haben für unsere Jüngsten gelungene Arbeiten unserer Design-Studenten zusammengestellt:

© Eva Heugenhauser

Der dokumentierte Prozess

Eva Heugenhauser kombiniert in ihrem grafischen Moodboard Ausschnitte aus dem Wesentlichen: Sie selber testet verschiedene Dinge aus, fotografiert die einzelnen Schritte und fasst diese dann gemeinsam mit ihren Inspirationsbildern und Silhouetten in eine geordnete Collage. Sehr gut finden wir nicht nur ihre Anordnung, sondern auch, dass sie ihren gewählten Unterpunkt sehr gut sichtbar vorstellt. So bekommen wir direkt eine Einleitung und wissen, worauf Eva hinaus möchte.

© Eva Heugenhauser

Auch sehr gut ist die Veranschaulichung ihrer Techniken in Kombination mit Entwürfen und realistischen Fitting-Möglichkeiten. Sie hat zuvor ein Model gewählt, das nicht nur gut anzuziehen ist, sondern auch zu ihrer Inspiration passt. Jeder Look wird individuell dargestellt und mit Print-Aufnahmen und technischen Zeichnungen idealisiert. Obwohl die einzelnen Kreationen so verschieden sind, ist das Gesamtbild sehr harmonisch. Mit der immer wieder aufkehrenden Pose des Models im oberen Bereich, sowie der mittigen Platzierung der Looks wirkt alles trotz aufregendem Muster und extravaganter Zusammenfügung sehr ausgeglichen. Die Hauptfarbe wird uns sehr eindeutig veranschaulicht. Wir bekommen mit einem Blick direkt ihre gesamte Vision übermittelt, weshalb wir ihre Moods für besonders gut empfinden.

© Laura Marterer

Monochrom vs. bunt

Auch sehr gelungen sind die Collagen von Laura Marterer. Sie veranschaulicht ihre prägnanteste Technik und hält dabei die Farben monochrom. Der Fokus liegt automatisch auf den Schnitten, sowie dem Glanz ihres Materials. Zu viele Farben in Fotos, die uns inspirieren, lenken oft vom Wesentlichen ab und geben uns zu viele Reize. In Schwarz/Weiß konzentrieren wir uns lediglich auf Licht und Schatten, Silhouetten und Techniken.

Rechts wiederum sehen wir das blumige, farbenfrohe Pendant. Obwohl die gleiche Grundlage besteht, legt Laura hierbei den Fokus auf das zweite große Thema: Blumen! Ihre zwei Hautfarben, Gelb und Rot, werden uns mit sanften Grüntönen präsentiert. Auch die Art, wie sie ihre Blumen in ihre Designs einbringen möchte, geben uns eine Idee, wie das Endprodukt auf uns wirken wird.

Wie ihr seht, eine Kombination aus mehreren Boards legt den Schwerpunkt auf die verschiedenen Unterpunkte und gibt uns dennoch die Möglichkeit, eine Vorstellung vom Ganzen zu bekommen.

© Ann-Cathrin Flegler

Die geballte Vielfalt

Das Moodboard von Ann-Cathrin Flegler bietet uns direkt eine Gesamtidee. Aber Vorsicht ist bei dieser Art geboten: Kombiniert man die einzelnen Aspekte chaotisch und unstrukturiert miteinander, wirkt das Ganze überladen. Deshalb hat sie nur die wichtigsten Inspirationsbilder ausgewählt, eine aussagekräftige Kreation beigefügt und ihre Details mithilfe von kleinen Skizzen, sowie einer originalen Stoffprobe ausgearbeitet. Bei diesem Konzept hat auch sie einige Fotos monochrom vereinfacht, sodass alles harmonisch und ruhig wirkt. Das Transparentpapier gibt uns zudem den Eindruck, dass wirklich eigenständig an dem Design gearbeitet wurde, was sehr gut für zukünftige Bewerbungen sein wird, denn Unternehmen sehen neben dem Endprodukt auch sehr gerne die Art, wie jemand im Prozess seine Ideen verwirklicht.

Beitragsfoto: © Eva Heugenhauser