Der große Schritt in das Fashion Business

Die eigene Persönlichkeit zu festigen ist im Design sehr wichtig. Ahmed Keshta nimmt uns auf seine Reise mit, wie er am Fashion Design Institut sein eigenes Ich findet.

Jeder fängt mal klein an, doch bei Fashion Design Student Ahmed Keshta ging alles von 0 auf 100. Bei so viel Leidenschaft und Elan wundert es uns nicht, dass der junge Designer schon im ersten Lehrjahr so interessante Werke vollbracht hat.

Was glaubt ihr, woher seine Begabung kommt? Und wie ist es überhaupt als Design-Neuling in die Modewelt einzutreten? Wir verraten es euch:

Ahmed Keshta

Inna: Lieber Ahmed, bislang hast du Designs gefertigt, die durch Formen und Materialien viel Ausdruck vermitteln. Wie gehst du an deine Werke heran? Wo findest du deine Inspirationen?

Ahmed: Ich habe keine bestimmten Orte, wo ich Inspirationen finde. Natürlich startet man im internet, wenn man gezielt Inspirationen sucht, aber ich beschränke mich nicht nur darauf. Wenn ich in meinem Alltag bestimmte Dinge, Gebäude, Bilder etc. sehe, die mich inspirieren, dann fotografiere ich es und baue eine Recherche darauf auf oder bewahre es für später in meinem kleinen Archiv auf, wenn ich mal Inspirationen suche.

Inna: Du hast bereits einige Präsentationen und Modenschauen hinter dir. Erzähl doch mal, wie fühlt es sich an, wenn die eigenen Kreationen ins Rampenlicht kommen?

Ahmed: Es ist ein wunderschönes Gefühl, wenn man sieht, dass sich die harte, monatelange Arbeit, die man in die Outfits steckt, lohnt. Zudem ist es super aufregend, einen Einblick darin zu bekommen, wo man sich später als Designer sieht.

Freiheit ist alles

Inna: Woher kommt deine Motivation Fashion Designer werden zu wollen?

Ahmed: Ich war schon immer künstlerisch sehr aktiv und habe seit ich denken kann immer einen Stift in der Hand, sowie immer gemalt und gezeichnet. Dadurch, dass meine Mutter Schneiderin ist, war dies auch immer ein Teil meines Lebens und als ich Interesse für Mode entwickelt habe, war es für mich klar, dass ich Fashion Designer werden möchte.

Inna: In diesem Semester darfst du deine erste richtige Kollektion produzieren. Was macht deinen Stil einzigartig?

Ahmed: Ich, als Student, genieße gerade die Freiheit alles auszuprobieren, was mir so Spaß macht. Dabei entdecke ich, was mir mehr oder weniger liegt. Generell möchte ich die Zeit am FDI nutzen, um meinen eigenen Stil zu finden.

Inna: Eine Kollektion zu fertigen ist ein schwerer Weg, der viele Hürden mit sich bringt. Wie meisterst du diese Aufgabe?

Ahmed: Vorbereitung ist das Wichtigste! Das fängt schon beim Drapieren der Kollektionsteile an. Es braucht viel Geduld und Geschick das Drapieren zu lernen. Unsere Dozentin Angela Keller gibt uns viele Tipps und Tricks, wie wir unser Design am Besten verwirklichen können. Wenn man ordentlich drapiert, dann muss man es in einen Schnitt übersetzen und da findet dann jeder seine eigene Handschrift, wie er sich bestimmte Dinge markiert, um später bei der Fertigung der Teile nicht durcheinander zu kommen. Um es dann auf Originalstoff zuzuschneiden, muss der Zuschnitt perfekt sein, denn ob man es glaubt oder nicht, die Nähte zu nähen ist im Fertigungsprozess nicht das Schwierigste!

Darauf können wir gespannt sein

Inna: Verrätst du uns vielleicht schon ein paar Details, auf die wir gespannt sein dürfen? Worum geht es in deiner Kollektion?

Ahmed: Meine Kollektion hat auf jeden Fall einen Show Effekt, auf den ihr gespannt sein könnt! Generell geht es aber um die Selbstbestimmung der Frau im Laufe der letzten 100 Jahre. Ich kombiniere dies mit den Farben und Formen eines bestimmten Kristalls.

Inna: Wer so leidenschaftlich arbeitet wie du, der wird es ganz sicher weit bringen. Was sind deine nächsten Schritte und persönlichen Ziele für die kommende, spannende Zeit als Design Newcomer?

Ahmed: Ich möchte in meinem Studium ganz viele Dinge ausprobieren, um mir meinem Stil ein bisschen bewusster zu werden, um zu schauen, was ich später machen möchte und was nicht.

Inna: Lieber Ahmed, ich wünsche dir viel Erfolg für deine erste Kollektion und bin gespannt, was du in den kommenden Semestern noch kreieren wirst.

© Ahmed Keshta