Als Newcomer ein Shooting planen – So geht’s an die Kontaktsuche

Noch nie geshootet und plötzlich muss alles auf Zack funktionieren? Wir zeigen dir, wie du schnell an ein Kreativ-Team gelangst …

„Wo findet man eigentlich Models? Und wer macht die ganzen schönen Fotos? Und kennen diese Leute auch Kontakte für Make Up oder muss man alles selber suchen?“

Fragen über Fragen, die sich jeder Student am Anfang des Studiums stellt! Wir möchten euch einen Einblick in die Kontaktpflege der Modebranche geben:

© Raphael Lovaski

Wo findet man eigentlich …?

Als Student hat man häufig nur ein geringes bis gar kein Budget! Eine Adriana Lima wird man so leider nicht für seine Shootings bekommen, doch auch auf TFP-Basis ( „time for prints“ ) arbeiten viele talentierte Mädchen, darunter auch sehr viele von Top-Agenturen! Bei dem TFP-Vertrag handelt es sich um ein unbezahltes Geben und Nehmen! Alle am Set geben ihr Bestes, um am Ende wahnsinnig tolle Fotos für die eigene Mappe zu bekommen. Hierbei ist wichtig, dass jeder das Recht hat seinen Senf dazu zu geben und wirklich jeder verantwortungsbewusst seine Arbeit auch nach dem Shooting erledigt.

Wer also erstmalig nach einem Model Ausschau hält, der sollte auf sich und sein Projekt über Social Media aufmerksam machen. Es gibt viele Gruppen, in denen man Aufrufe starten kann. Dies gilt nicht nur für Models, sondern auch für Foto- und Videografen, Visagisten und Stylisten. Wichtig: Eine hübsche Freundin ist für das ein oder andere Test-Shooting sicherlich super, doch wer professionelles Posing wünscht, der sollte gezielt nach Newcomer-Modellen suchen.

Auch über eine Agentur kann man das ein oder andere Model ergattern. Wenn ein Mädchen Potential hat, jedoch noch kein vorzeigetaugliches Portfolio besitzt, schicken die Agenturen gerne als Training die jüngsten Kandidaten zu Fashion Shootings. Es ist also wieder eine Win-Win-Situation.

Egal ob Fotograf oder Visagist – Schau dir vorab die Werke an. Passt der Stil zu deinem Wunschbild oder weicht ihr voneinander ab? Suche dein kreatives Team gezielt aus, auch wenn es „umsonst“ sein wird. Wichtig ist auch: Besprecht vorher im Team alle Ideen, sodass vor Ort jeder weiß, was zu tun ist und alle an einem Strang ziehen.

© Andrew Neel

Mit der Zeit wirst du also verschiedenste Personen kennenlernen, die du dir auch alle im Handy oder bei Facebook und Co speichern solltest. Auch wenn du eventuell nicht mehr mit ihnen zusammen arbeiten möchtest, werden auch sie wieder viele Menschen kennen, die sie eventuell empfehlen könnten. Es ist also deine eigene Aufgabe regelmäßig Kontakte zu knüpfen und diese in deiner eigenen Kartei zu sammeln. So wird mit der Zeit die Suche zu einem Kinderspiel!

Beitragsfoto: © Alexander Dummer