Auf gutem Weg in die Modewelt

Irgendwann im Haute-Couture Bereich designen – das wär doch was! Ihre Kollektion aus dem 3. Semester verschafft uns einen Einblick in Evas kreative Ideen und deren Umsetzung! 

Eva Heugenhauser ist mit ihren erst 20 Jahren jetzt schon auf der Überholspur! Sie studiert im 3. Semester Fashion Design bei uns im Institut. Ursprünglich stammt sie aus Tirol, doch ist für ihren großen Traum zu uns nach Düsseldorf gezogen – was ein Glück! Ihr Plan ist es, Leidenschaft und Hobbies mit unserer Hilfe zum Beruf mache zu können. Erfahrt hier mehr über unsere Jungdesignerin!

Ein gelungener Start

Liebe Eva, dieses Semester ging es um deine erste Kollektion. War es eine Herausforderung für dich? 

Eva: Eine Herausforderung war es auf alle Fälle. Immerhin ist bei einem solchen Projekt viel Organisation, Zeitmanagement, Kreativität und vor allem Durchhaltevermögen gefragt. Für mich hat sich aber schnell herausgestellt, dass es mit unglaublich viel Spaß macht und dass ich all meine Energie, meine kreativen Gedanken und mein Können in dieses Projekt investieren möchte. Ziel war es, etwas zu kreieren, auf das ich später stolz sein darf.

Wo hast du deine Inspiration hergenommen? 

Eva: Meine Kollektion und vor allem die ausgewählten Farben sind inspiriert von winterlichen Waldlandschaften, der natürlichen Vegetation und generell von dem Phänomen Natur. Dies bedeutet für mich beeindruckendes Wachsverhalten, unglaubliche Stärke und extreme Widerstandsfähigkeit.

Moodboards

Deine Technik sieht sehr interessant aus! Welche Materialien hast du verarbeitet und wie? 

Eva: Ich habe einen Gardinenstoff zunächst in unterschiedlich große Stoffkreise zerschnitten. Diese habe ich anschließend einzeln über einer Kerzenflamme angebrannt und es entstand diese gekräuselte Struktur. Anschließend habe ich Teile mit Acrylfarbe in verschiedenen lila und grün Tönen angemalt, um einen interessanten Farbverlauf zu erzeugen.

Fotografie: Anna Helm

Was ist dein Konzept einer deiner Arbeit? Und wo findet man es in deiner Kollektion wieder? 

Eva: Mein Konzept beschreibt den Eingriff des Menschen als Fremdkörper in die Natur – und somit auch die Folgen, die er damit verursacht. Die Silhouetten, die Materialien und die Details der Kollektion spiegeln im übertragenen Sinne Spuren der Verwüstung nach einer Waldrodung wieder. Harte Fremdkörper greifen ein und nehmen ihr Umfeld in Gefangenschaft. Die gefesselten Hände, das verbrannte Material, ein eingeschränkter Blick durch die Maske – all diese Elemente verhindern die Möglichkeit des Widerstandes und des Selbstschutzes und zeigt im übertragenem Sinne die Zerstörungsspuren in der natürlichen Vegetation. Im Kontrast dazu, trägt die Kollektion einen kleinen Lichtblick in sich: Die Stärke der Natur und ihr Drang nach Unverwüstlichkeit. So stehen die Elemente der Stoffmanipulation für die Pflanzen, die um ihr Überleben kämpfen und trotz all den Schäden um sich herum prachtvoll wachsen und in prachtvollen Farben erscheinen. All dies beeindruckt mich.

Fotografie: Anna Helm

Und was bringt die Zukunft mit sich?

Deine Kollektion kommt sehr gut an! Hast du schon Ideen was wir als nächstes von dir sehen werden? 

Eva: Klar, mein Kopf ist schon voller neuer Ideen, Inspirationen und Techniken, mit denen ich gern arbeiten möchte. Ich bin schon sehr motiviert  diese Gedanken umzusetzen. Doch was schlussendlich dabei rauskommen wird, kann und will ich selbst noch garnicht so genau wissen. Dies wird sich während des gesamten Arbeitsprozesses Schritt für Schritt herausstellen.

Und hast du schon eine Vorstellung, in welche Richtung du später einmal gehen wirst? 

Eva: Es hat mich sehr gefreut, als meine Dozenten meinten das sie meine Kollektion schon in Richtung Haute-Couture sehen – denn das ist der Bereich in dem ich sehr gerne Erfahrung sammeln würde. Doch was genau ich später machen werde, darauf will ich mich jetzt noch nicht beschränken. In der Modebranche werde ich noch so viele neue Bereiche kennenlernen und für mich entdecken. Wer weiß, wo ich später einmal landen werde – aber ich freue mich irrsinnig darauf, den Weg dorthin zu gehen!